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Schimmelsanierung

 

Schimmelpilz in Wohngebäuden

Oft klagen Mieter oder  Wohnungseigentümer darüber, dass es an bestimmten Stellen in der Wohnung zu Schimmelpilzbildung kommt. Sichtbar wird der Pilzbefall, wenn sich auf dem Anstrich oder der Tapete schwarze Punkte bilden, die immer größer werden und letztendlich flächig zusammenwachsen. Betroffene stellen sich die Frage:  Wie kann so etwas entstehen? Früher hat es darartiges nicht gegeben!

Vielerlei Pilzsporen sind in großer Anzahl in jedem Kubikmeter Raumluft enthalten und warten darauf, dass sie Nahrung finden um zu wachsen und sich zu vermehren. Wir kennen diese Vorgänge, wenn zum Beispiel Speisereste stehen bleiben, die dann nach einiger Zeit zu Schimmeln beginnen. Diesen Vorgang sehen wir als"normal" an und werfen die Speisereste einfach weg.

Was ist hier passiert? Bestimmte Pilzsporen haben hier eine Nahrungsgrundlage in den Essensresten gefunden und sich niedergelassen.

Fazit: Pilze brauchen ein gewisses feuchtes Millieu und organische Nahrung um aufzuleben.

Genau dieser Vorgang spielt sich auch an den Wohnungswänden ab. Bilden sich zunächst feuchte Stellen, die längere Zeit vorhanden sind, können sich hier ebenfalls Pilzsporen mit dem fast unsichtbaren Hausstaub ablagern. Für die Nahrungsaufnahme reicht das feuchte Umfeld vollkommen aus um zu wachsen.

Schimmelpilze sind einzellige Pflanzen besonderer Art. Diese Mikroorganismen nehmen organische Nahrung in gelöster Form direkt durch die Zellwand auf. Um die organische Nahrung aufnehmen zu können, scheiden die Schimmelpilze Enzyme aus, die den chemischen Abbau in kleinere verwendbare Moleküle bewirken. Die Vermehrung erfolgt über Sporen, die mit dem blosen Auge nicht erkennbar sind. Sie befinden sich mehr oder weniger in unserer Luft. Fallen diese herunter, können sie sich überall dort ansiedeln, wo geeignete Lebensbedingungen vorhanden sind. Fehlende Feuchtigkeit hemmt das Wachstum. Weiter brauchen diese Mikroorganismen kein Licht. So ist die Sonne der natürliche Feind der Schimmelpilze, weil sie die Feuchtigkeit und damit die Lebensgrundlage entzieht.

-> Wenn wir den Schimmelpilzen keine Lebensgrundlage bieten wollen, müssen wir also ein bestimmtes Wohnklima schaffen.

In keinen Räumen darf es nicht zu Kondenswasserbildung kommen. Dies ist in Bädern, Küchen, Waschküchen und Räumen mit vielen Blumen nicht immer auszuschließen.

Durch gezieltes intensives Lüften muss die Feuchtigkeit aus dem Raum geführt werden. Die hoch wassergashaltige Innenraumluft muss also durch Luft mit weniger Wassergasanteil ausgetauscht werden.  Hinter dicht an der Wand stehenden Schränken ist dies nicht immer möglich. Dies kann dann zu Schimmelpilzbildung an den Schrankrückwänden oder der Wohnraumwand führen.

Eine weitere Rolle spielen die Wärmeleitfähigkeiten der Bauteile, die Wärmespeicherfähigkeit des Mauerwerks und die Temperatur der Wandoberfläche. Auf wärmeren Wandoberflächen ist Kondenswasser ausgeschlossen. Deshalb finden wir vor allem an Wandecken Schimmelpilze. Diesem Kanteneffekt steht eine viel größere kalte Außenfläche der warmen Innenfläche gegenüber. Durch geeignete Dämmmaßnahmen an der Außenhülle kann hier entgegen gewirkt werden.

Tritt Schimmelpilz vermehrt in Schlafräumen auf, so ist dies oft auf falsches Benutzerverhalten zurückzuführen. Dem kalten Schlafzimmer wird in den Wintermonaten kurz vor dem ins Bett gehen warme Luft aus dem Wohnbereich zugeführt. Warme Luft kann aber viel mehr Wassergas aufnehmen als kalte Luft. So kommt es im kalten Schlafzimmer zu Kondenswasserbildung an den Wandecken und wir bieten den Schimmelpilzen wieder das perfekte Wachstumsklima.

Fassen wir zusammen.

Um den Schimmelpilzen den perfekten Wachstumsraum zu bieten setzt dies eine Vielzahl an Faktoren voraus, Grundsätzlich ist festzuhalten, dass ein ständig feuchtes Milieu den Start auslösen kann. So gilt es zunächst nach den Ursachen zu forschen. Das richtige Zusammenspiel von "Heizen und Lüften" setzt die Bereitschaft der Bewohner voraus. Auch das entfernen von Wandbelägen alleine reicht nicht aus.

Eine wirksame Lösung unter ganzheitlicher Betrachtung des Schimmelpilzproblems kann nur durch einen Fachkundigen erfolgen.

Setzen Sich mit uns in Verbindung. Wir beraten Sie gerne.